Frühlingserwachen hat es sich zum Ziel gemacht, nicht nur einer von vielen in Konkurrenz zueinander stehenden wohltätigen Vereine zu sein, sondern bemüht sich um Zusammenarbeit und Kooperation mit Gleichgesinnten. Aus diesem Grund können beispielsweise auch Vereine, Unternehmen und andere Organisationen, also sogenannte juristische Personen, Mitglied werden.

Eine sehr erfolgreiche Kooperation findet in Freiberg mit dem Netzwerk verschiedener Vereine und Initiativen „Freiberg für alle“ statt. Das Konzept, das dem Frühstücksbus von Frühlingserwachen sehr ähnlich ist, heißt hier „Begegnungsmarkt“, hat auch zum Ziel, Vorurteile und Hetze durch Begegnung und Diskurs zu bekämpfen und die demokratische Grundlage der Gesellschaft zu stärken.

Als letzte Aktion fand in Freiberg Ende Januar die „Zukunftswerkstadt“ statt, wo ca. 70 Teilnehmer die Ideen einer Ehrenamtsbörse/Nachbarschaftshilfe, sowie das Konzept für ein Magazin zur Information über Projekte und Aktionen erarbeiteten. Eines dieser Projekte ist beispielsweise das Projekt #gesichtzeigen, welches bisher bereits über Facebook Bilder und Statements von Freibergern postete und nun auch im Magazin erscheinen soll.

„Freiberg für alle“ trifft sich alle ein bis zwei Monate, bei Interesse kann man Fragen, auch bezüglich der Termine, an die Mailadresse info@freiberg-fuer-alle.de schreiben. Bisher fanden in Verbindung mit Frühlingserwachen Dresden gemeinsame Workshops und Aktionen statt; an Mitarbeit Interessierte in Freiberg sind jederzeit herzlich willkommen.

„Vor allem ist es notwendig, dass wir zeigen, wir sind hier, wir passen auf, was hier passiert, wir fragen kritisch nach, was in unserer Stadt entschieden wird und passieren soll. Wir sind nicht alleine, sondern haben ein großes, starkes Netzwerk hinter uns, das stetig wächst und aus Menschen besteht, denen das Wohlergehen ihrer Stadt und Mitmenschen am Herzen liegt, die für und nicht gegen etwas sind.“ Das sind laut Katharina, einer Mitbegründerin der Initiative Freiberg für alle, einige ihrer Beweggründe und die zentrale Motivation, die viele Helfer antreibt, weitere Begegnungsmärkte zu organisieren.